Archiv der Kategorie: Kommentare

Verleger Michael Kirchschlager: Von betrügerischen „Verlegern“ und wie man sich vor ihnen schützen kann

Erst vor wenigen Tagen erzählte mir ein lieber Freund, daß er (und andere Autoren) von einem üblen Kerl, der sich „Verleger“ nannte, um Geld betrogen und über den Tisch gezogen worden seien. Ich sagte ihm, dann war das kein Verleger sondern ein Krimineller. Er will jetzt Anzeige bei der zuständigen Staastanwaltschaft erstatten, denn der Herr „Verleger“ oder besser der kleine Kriminelle hat sich natürlich auch nicht auf Verträge eingelassen. Aber was war passiert? Weiterlesen

Wir Schriftsteller müssen deutlich kritischer werden!

Günter Grass bemängelt, daß kein Politiker auf die Meinung von Schriftstellern hört. Er begründet diese Haltung sinngemäß mit den kommerziellen Einstellungen der Autoren und Verlage und den platten Inhalten der Bücher selbst, die hauptsächlich dem Erfolg des Buches (wie bescheuert es auch immer ist) auf dem „Markt“ geschuldet sind. Ich kann ihn verstehen. Ich sollte kürzlich ein Buch rezensieren, einen Kriminalroman (an diese Art von Literatur knüpfe ich hohe Erwartungen; wer meine Arbeiten mit Kriminalisten kennt, weiß das). Ich möchte den Titel des Romans nicht nennen. Es ist ein grauenvolles Machwerk und leider mußte ich erkennen, daß die Autorin einem Politiker ziemlich arg nach dem Maule geschrieben hat. Bei ihren Recherchen ließ sie sich offensichtlich einlullen und wahrscheinlich sogar beeinflussen. Schade, das Thema hätte deutich mehr hergegeben (das Mordmotiv kann dagegen nur die Verlagslektoren überzeugen). Nun, die Autorin ist noch jung, sie wird ihre Lebenserfahrungen machen (bei ihr handelt es sich nicht um Katharina Schendel!!!). Aber eines möchte ich allen jungen Autoren an dieser Stelle mit auf den Weg geben, einen Rat sozusagen. Glaubt doch nicht alles, was euch Politiker erzählen …

Der Druck solcher Romane verschwendet Papier, der Baum tut mir leid, der für solch ein Machwerk fallen mußte. Wollen die Verlage wirklich solche „Schmonzen“? Oder kann ein Autor frei nach seiner Nase (und seinem Gewissen) schreiben? Ich behaupte letzteres, wenn er ein freier und kritischer Autor ist.